Diese entscheidenden Vorteile bietet ein Unternehmensblog

Die direkte Kommunikation mit dem Kunden, Businesspartnernen und potentiellen Bewerbern verschafft eine ganze Reihe von Wettbewerbsvorteilen.

Egal, ob ein Unternehmen sich oder seine Produkte vorstellen, neue Arbeitskräfte anwerben oder zu einem Thema Stellung beziehen möchte – ein Unternehmensblog ist das ideale Tool hierfür.

Im Marketing-Mix übernimmt der Blog sehr spezifische Aufgaben.

Er ist die Pinnwand, auf der das Unternehmen seine Neuigkeiten unverstellt und ungefiltert verbreiten kann. Jedes auf dem Markt erfolgreiche Produkt oder jede Dienstleistung hat eine ausreichend große Zielgruppe, die sich für ausführlichere und tiefergehende Informationen zum Thema interessiert. Wichtig ist nur, wie diese Informationen vermittelt werden.

Der Unternehmensblog erreicht als digitale Pinnwand gezielt seine Zielgruppe

Wer heute regelmäßig im Internet surft, ist an jede Art von Werbung gewöhnt. Es gibt die eindeutigen, aber nervigen Werbebanner und Pop-up-Ads ebenso wie etwa „Sponsored by“-Beiträge.

Ein paar Grundregeln beachtet, und der Unternehmensblog wird zum erfolgreichen Tool

Beim Unternehmensblog ist es wichtig, nicht als stumpfer Werbekanal zu erscheinen, sondern dem Leser wirklich nützliche Informationen zu geben. Subtil eingestreute Hinweise auf die eigenen Produkte nimmt der heutige Online-User in Kauf. Er rechnet damit und betrachtet sie meist als Mehrwert, solange der Eindruck überwiegt, dass er objektiv und umfassend informiert wird.

Ein Unternehmen, dass ihm so hilfreich gewünschtes Wissen vermittelt, zeigt seine Kompetenz. Dass es diese Kompetenz ohne Gegenleistung teilt, stärkt die Bindung des Lesers an die Informationsquelle. Mit der Zeit wächst das Vertrauen in den Absender.

Die Leser werden zum Blog geführt und bleiben, weil sie interessante Informationen erhalten. Kompetenz und Vertrauen werden vermittelt

So finden die Leser Ihren Unternehmensblog

Ganz von allein kommen leider kaum Leser auf ihren Blog. Es gilt also einige Maßnahmen zu ergreifen, aktiver und passiver Art, um die Aufmerksamkeit auf den Inhalt zu lenken.

Aktiv streuen: Ein Unternehmensblog bereitet nicht nur für Leser, die schon zur Website gefunden haben, interessante Informationen auf. Die einzelnen Blog-Posts sind hervorragender Content für Social-Media-Kampagnen, Newsletter oder etwa Content-Seeding. Online streuen bringen so neue Leser – und Kunden – zum Unternehmensblog.

Agenda-Setting: Spannende Postings auf den eigenen Social-Media-Kanälen, die breit in der gewünschten Zielgruppe gestreut werden, locken neue Leser zum verlinkten Blog-Post. In Verbindung mit dem gezielten Ausspielen eines oder mehrerer Blog-Posts lassen sich Themen kompetent und langfristig besetzen.

Die Themen können vielfältig gewählt werden, zum Beispiel auch zum Recruiting von neuen Arbeitskräften. Ein mittel- und langfristig unschätzbarer Wettbewerbsvorteil und by the way heutzutage ein Muss jeder Personalabteilung.

Optimierung im Hintergrund: Es ist eine Wissenschaft für sich, aber sie ist durchaus effizient: Die Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO. Bereits vor dem Schreiben gilt es, die richtigen Keywords zu identifizieren, die von ihrer gewünschten Zielgruppe im Netz regelmäßig gesucht werden. Zahlreiche Tools können dabei helfen.

Durch Suchmaschinenoptimierung findet die Zielgruppe den Blog über die richtigen Keywords

Chance für Nischenthemen: Ein Unternehmensblog kann sehr speziell sein

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, welche Wirkung ein zielgruppenexakter Blog erzielt. Für unseren Kunden W+R, einem führenden Hersteller von Arbeitsschutzhandschuhen für alle Einsatzbereiche, hat eastside communications eine Content-Strategie mit einem eigenen Unternehmensblog entwickelt und umgesetzt.

Der Mehrwert für W+R besteht in einer Kompetenzführerschaft und darin, beruflich Interessierte zu sammeln, die sich gerne über neue Produkte und Entwicklungen informieren lassen. Die Herausforderung dabei ist es, die einzigartigen Needs der Kunden zu bestimmen und deren „Sprache“ zu sprechen. Hier ist es konkret der Blog „Handschutz-Experten“, den wir für die sehr speziellen Anforderungen des Kunden initiiert und entwickelt haben und mit dem er seine Kompetenz in diesem Bereich unterstreicht.

Die Blog-Posts zu den einzelnen Produkt- und Themenbereichen sind zudem dabei so konzipiert, dass sie sich ohne Aufwand zu Whitepapers (Ratgeber zum Download) zusammenfassen lassen. Über Content-Seeding und Social-Media-Platzierung werden Interessenten auf das Whitepaper aufmerksam gemacht und können es herunterladen.

Mit zusätzlichen Möglichkeiten lassen sich zudem etwa E-Mail-Adressen generieren, deren Empfänger sich – bei Zustimmung – zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Newsletter zum Thema beschicken lassen können.

Kompetenz demonstrieren und Kunden gewinnen – der Unternehmensblog „Handschutz-Experten“ von W+R

Fazit: Der Unternehmensblog ist ein hocheffizientes Marketing-Tool

Mit diesem Channel hat das Unternehmen ein hervorragendes Kommunikations-Tool in der Hand, das es selbst nach eigenen Wünschen bespielen und bewerben kann. Gleichzeitig gewinnt W+R als kompetente Informationsquelle an Glaubwürdigkeit und Ansehen – und letztlich an Kunden.

Blogbeitrag: eastside communications

________________________________________

Mehr zum Thema Inbound-Marketing finden Sie auf unseren weiteren Blog-Beiträgen.

Erfolgreicher Produktlaunch durch Influencer-Marketing – Beispiel für eine Kampagne

Influencer sind die neuen Opinion Leader

Ihre Empfehlung hat Gewicht bei ihren Followern. Influencern wird aufmerksam zugehört und häufig mehr vertraut als den etablierten Medien. Sie versorgen ihre Zielgruppe auf Augenhöhe mit genau den Informationen, für die sie sich interessiert.

eastside communications führte für die Outdoor-Bekleidungsmarke CMP eine Influencer-Kampagne für ihre neuen Sportler-Nudeln durch. CMP vertreibt im italienischen Heimatland seit 2017 auf die Bedürfnisse von Sportlern hin entwickelte Bio-Lebensmittel, deren Markteinführung in Deutschland nun durch Influencer-Marketing unterstützt wurde.

Da sich die Pasta von CMP durch ihren hohen Kohlenhydrat- und Proteingehalt besonders für Ausdauersportler eignet, wurden zehn Instagram-Influencer aus den Bereichen Running, Trail Running und Triathlon ausgewählt. Mit Followerzahlen zwischen 12.000 und 50.000 gelten alle als „Micro-Influencer“, die mit ihren Profilen eine genau definierte Zielgruppe erreichen – in diesem Fall andere Ausdauersportler. Wichtig war zudem die Interaktion mit den Followern. Mehr als bloße Reichweite zählte ein lebhafter, aktiver Austausch mit und von den Fans.

Glaubwürdigkeit ist die Währung der Influencer

Weil eine Social Media-Kampagne nur dann erfolgreich sein kann, wenn der Influencer glaubwürdig hinter dem Produkt steht, sollten sich die Influencer auf ihrem Profil auch mit dem Thema „Ernährung“ und deren Auswirkung auf ihre sportliche Leistung beschäftigen.

run_munich_run bauten die Nudeln in ihren Läufer-Alltag ein

Deshalb erschloss sich der Mehrwert der Nudeln von CMP für ihr eigenes Training den angesprochenen Influencern sofort. Dennoch wurde zunächst eine Testphase vereinbart, in der die Influencer das Produkt prüfen und entscheiden konnten, ob sie es ihren Followern empfehlen möchten.

Jeder Influencer kennt seine Follower selbst am besten

Wie erwartet fiel das Feedback positiv aus und die Eckdaten der Kooperation konnten festgelegt werden. Mit jedem Influencer wurde individuell vereinbart, welche Leistungen er/sie für das angebotene Honorar erbringen würde. Je höher die Followerzahlen, desto gewichtiger das einzelne Posting. Anzahl und Art der Postings wurden abgesprochen. Bei der Umsetzung hatten die Influencer jedoch völlig freie Hand, um authentisch und glaubwürdig zu bleiben. Schließlich haben alle Influencer jahrelange Aufbauarbeit in ihr Profil gesteckt und wissen selbst am besten, welche Art der Kommunikation bei ihren Followern funktioniert.

Der Produkt-Test als Event in den Instagram-Stories: run_with_chris

Die meisten Postings wurden in den beliebten Instagram-Stories veröffentlicht. Dort ließen die Influencer ihre Fanbase am „Unboxing“ der Nudeln, dem Kochen und Essen teilnehmen, nahmen die Nudeln als Proviant zu Wettkämpfen mit oder verteidigten sie gegen ihre hungrigen Haustiere.

Sogar die Haustiere kamen bei der Kampagne zum Einsatz wie bei running_sandra

Im Instagram-Feed teilten sie dann bevorzugt Nudel-Rezepte oder verlosten nach Absprache Probesets der Nudeln an ihre Follower. So schürten sie die Neugier auf die Sportler-Nudeln von CMP zusätzlich.

Die Produktverlosung wurde bei runskills kreativ umgesetzt

Der direkte Weg zur Zielgruppe

Die Nudel-Kampagne von CMP ist ein perfektes Beispiel dafür, wie sich mit gutem Influencer-Marketing nachhaltige Wirkung erzielen lässt: Die Markteinführung der Nudeln in Deutschland wird von der Zielgruppe dank der Influencer-Kampagne nun mit großem Interesse und Kaufwillen erwartet. Die Nudeln haben sich durch die Glaubwürdigkeit der Influencer überzeugend als ideale Ernährungsgrundlage für Ausdauersportler etabliert. Dabei wurde die Zielgruppe ohne Streuverluste und mit vergleichsweise kleinem Budget erreicht.

Schaut euch auch das Beispiel an, wie wir einen Influencer bereits vor der offiziellen Markteinführung der neuen SCHÖFFEL Skitouren-Kollektion integriert haben.

__________________

Content Marketing: Vom Sucher zum Be-Sucher

Buyer Personas anstatt Zielgruppen – Inbound Marketing II

Vom Sucher zum „Be“-Sucher

In diesem zweiten Teil unserer Inbound-Marketing-Serie gehen wir darauf ein, wie wir es anstellen, dass der „Suchende“ zu unserem „Besucher“ wird bzw. wie wir einen Interessenten vom ersten Kontakt an begleiten.

Parallel dazu bindet man den Vertrieb und dem Kundenservice von Anfang an mit ein, um den suchenden Kunden ein einheitliches, aufeinander abgestimmtes Kompetenzerlebnis bieten zu können.

.

Der ideale Wunschkunde: Buyer Personas statt Zielgruppe

Beim klassischen (Outbound-) Marketing steht anfangs immer der Abgleich demo- wie soziographischer Daten zur Zielgruppe (Alter, Familienstand, Einkommen, Wohnort etc.). Obwohl die Zielgruppe gut durchleuchtet erscheint, ist sie doch eine eher nebulöse zugleich höchst heterogene Gruppe.

Zuviel Werbung kann ungeheuer nerven

Dass diese meist von klassischer Outbound-Werbung genervt und nicht mehr darauf reagieren sind haben wir bereits im ersten Teil manifestiert. Kennen Sie nicht auch die Websites, die an Unübersichtlichkeit nicht zu übertreffen sind, ständig auf- und abzucken weil sich weitere Banner hochladen und die zudem quasi nicht lesbar sind, weil ständig penetrante Banner hochpoppen, die man noch nicht mal gleich ins digitale Nirwana zurückschicken kann? Der Effekt: Der Kunde klickt sich lieber schnell davon.

Buyer Personas - Inbound Marketing
Buyer Personas beschreiben konkrete fiktive  Persönlichkeiten

Beim Inbound-Marketing ist die Vorgehensweise deutlich konzentrierter. Die sogenannten Buyer Personas bekommen eine konkrete, fiktive  Persönlichkeit zugeschrieben. Ein idealer Wunschkunde, dessen  Bedürfnisse und Befindlichkeiten genau beschrieben werden und für den wir die perfekte Lösung seiner individuellen Herausforderungen bereit stellen. Wir beschreiben welche Ziele sein Handeln bestimmen und wie er Kaufentscheidungen trifft.

Mit dem konsequenten Einsatz des Buyer-Persona-Konzepts wird es für die Marketeers wesentlich leichter, die Bedürfnisse, Herausforderungen und Handlungen des Wunschkunden verstehen. Mit diesem Wissen können wir konkruente Inhalte optimal auf ihn zuschneiden – und ganz fokussiert kaufwillige Kunden ansprechen.

.

Content: Relevanz, Nützlichkeit und Unterhaltsamkeit

"Content ist nicht alles, doch ohne Content ist alles nichts"

Content ist nicht alles, doch ohne Content ist alles nichts“

Relevanz, Nützlichkeit und Unterhaltsamkeit. Diese drei Schlagworte für den Content beschreiben kurz und prägnant worauf es dabei im Wesentlichen ankommt. Welcher Form der Veröffentlichung gewählt wird, ist an dieser Stelle noch unerheblich, ratsam ist es nur sich nicht zu übernehmen und sich auf ein Medium (oder wenige Medien) zu fokussieren.

Sei es der Blog, Video, Podcast, Social Media etc. … Und auch hier gilt: „Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“. Die Bedürfnisse der potentiellen Kunden bestimmen auch den zu wählenden Kanal. Nicht das Unternehmen per se bestimmt was gemacht wird, sondern wo sich unser Wunschkunde informiert gibt den Ausschlag. Bestes Beispiel ist das kurz vor der Europawahl 2019 veröffentlichte Video des Bloggers Rezo, in dem er die Politik der herrschenden Parteien kritisiert. Das Entscheidende: er spricht nicht nur die Sprache seiner Zeitgenossen, sondern er benutzt auch deren Kommunikationskanal Youtube. Dass er damit nicht nur die Regierung in höchste Bedrängnis gebracht hat, sondern diese die Sprengkraft seiner Botschaft und die Reichweite des Kanals völlig unterschätzt haben, sagt alles aus. Umdenken ist also angesagt.

Inbound Marketing - Podcast
Ein Podcast kann ein hervorragendes Content-Format sein

Gängige Content-Formate auf einen Blick:

Ein gängiger und gut kontrollierbarer Weg ist den Content auf einem eigenen (Unternehmens-) Blog zu veröffentlichen. Der Blogbeitrag dient quasi als Landingpage für bestimmte Themen und kanalisiert den Traffic.

.

Blog ist gut – Vermarktung ist besser

Mit einem (passiven) Blogbeitrag ist es meist noch nicht getan. Nun gilt es den Content zu vermarkten. Er soll ja schließlich auch gefunden werden.

Standard dürfte die Suchmaschinenoptimierung, SEO, sein. Es erleichtert  dem potenziellen Kunden die Inhalte überhaupt zu finden. Wichtig ist, dass die Inhalte bei Google entsprechend hoch gerankt sind – dort, wo die meisten in ihre Customer Journey einsteigen.

Daneben gehört das Streuen der Inhalte in den eigenen Social-Media-Kanälen wie Facebook, Instagram oder Twitter zum Pflichtprogramm. Aber auch Seiten wie LinkedIn oder Xing leben von Content und helfen das Zielpublikum zu bekommen.

Die Inhalte lassen sich zusätzlich mit Social Media Ads oder Search Ads (etwa Google Adwords) pushen, die den Leser neugierig machen und auf den Content lotsen..

So wird der Lead zum Kunden

Aber: Von allein passiert nichts. Auch nicht im Internet. Heißt: Der User wird nicht von alleine zum Kunden, wir müssen ihn auffordern. Auf Neudeutsch heißt das Call-to-Action.

Hierbei bitten wir den User um seine Erlaubnis ihn weiter kontaktieren zu dürfen. In der Regel fragen wir nach seiner E-Mail-Adresse, denkbar wäre aber auch seine Handynummer, wenn man etwa an WhatsApp-Newsletter denkt.

Im Anschluss beginnen wir dem User nützlichen und vor allem relevanten Content zu schicken, der zudem Neuheits-Charakter hat. So bauen wir und Vertrauen und Kompetenz auf. Wir werden glaubwürdig und im Bestfall empfiehlt uns der User sogar freiwillig an seine Bekannten weiter.

.

.

Kunden unter 35 Jahren lesen keine Magazine mehr

Warum klassische Werbung nicht mehr funktioniert

Leser von Printmedien altern mit ihren Magazinen. Und nicht nur die junge Generation informiert sich über digitale Medien.

Früher war es für junge Menschen normal sich zu treffen, zu telefonieren oder Briefe zu schreiben, um das Grundbedürfnis nach sozialen Kontakten zu befriedigen. Heute erleichtern bzw. übernehmen dies häufig soziale Netzwerke. Vor allem die jüngere Generation ist zum Großteil ihrer Freizeit digital aktiv.

Printmedien werden unter anderem auch deswegen von jungen Menschen immer weniger gelesen. Seit Jahren verzeichnen die Verlage Auflagenrückgänge wie die IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern) immer wieder manifestiert. Es wundert also nicht, dass viele Leser von Printmedien über 50 Jahre alt sind.

Junge Menschen verbringen sehr viel Zeit im Internet und in den Sozialen Medien (3 Stunden pro Tag sind normal). Und gerade weil die echten sozialen Kontakte oft zu kurz kommen, ist es für den Einzelnen (dieser Generation) umso wichtiger wenigstens digital zu einer authentischen Gemeinschaft – einer Community – zu gehören. Hier ist der Ort, wo man sie erreichen kann.

An diesem Grundbedürfnis der Zugehörigkeit zu einer Gruppe setzt Community-Marketing in der digitalen Welt an. Die großen Communities wie z.B. Facebook oder Instagram bieten Zugehörigkeit. Jedoch wenig definiert.

Schrumpfende Auflagenzahlen
Viel Papier. Dennoch sind die Auflagenzahlen bei Printmedien seit Jahren rückläufig.

Eine stärker auf Emotionen basierte Identifikation des Einzelnen mit der Gruppe bieten digitale Communities, deren Mitglieder ein gemeinsames Interesse verbindet.

Am Beispiel OUTSIDEstories, einer Online-Community, wo jeder Nutzer seine persönliche Meinung über Outdoor-Ausrüstung aller Art einbringen kann, wollen wir aufzeigen, wie sich Marken auf intelligente und im Verhältnis zu Printwerbung kostengünstige Weise einem jungen Zielpublikum präsentieren können.

Bis zu drei Stunden pro Tag hängen jungen Menschen in den sozialen Netzwerken.
Bis zu drei Stunden pro Tag hängen jungen Menschen in den sozialen Netzwerken.
 
Emotionen verbinden Menschen

Emotionen prägen sich nachhaltig ein. Für den Aufbau eines prägnanten Markenimage gehören Emotionen. Das ist nichts Neues im Marketing. Vor allem um eine jüngere Zielgruppe zu erreichen, ist die Integration von Online-Communities in eine Kommunikationsstrategie im digitalen Zeitalter unverzichtbar.

 
Was macht die Community OUTSIDEstories aus?

Das gemeinsame Interesse der Mitglieder von OUTSIDEstories ist die Aktivität im Freien: am Berg, beim Laufen, beim Camping oder z.B. im Wasser. Das verbindende Element ist die Begeisterung für den Sport und die die dazugehörige Ausrüstung. Das ist echte Emotion. Hierbei hat man als Marke die Chance den Konsumenten authentisch zu „berühren“.

Begeisterung ist das verbindende Element.
 
Warum ergänzt Kommunikation in Online-Communities klassische Werbung oder auch klassische PR auf perfekte Weise?

Nutzer erwarten heutzutage die Nähe zu Herstellern, mit deren Produkten sie sich umgeben. Vor allem wenn es sich dabei um so emotionale Bereiche wie die Freizeit handelt. Online-Communities sind der perfekte Ort für Hersteller sowie Konsumenten Nähe zu schaffen. Meinungen äußern. Antworten geben. Verbindungen aufbauen. Sich austauschen. Hier entsteht Authentizität, die nirgends sonst geboten wird. Marken die sich in diesem speziellen Raum zeigen oder gar aktiv teilnehmen, werden vom Konsumenten als kompetenter Partner der Gemeinschaft wahrgenommen. Über 50% der User von OUTSIDEstories sind zwischen 18 und 44 Jahren alt. Damit ist z.B. diese Plattform DIE Chance für Hersteller aus dem Sport- und Outdoor-Bereich eine jüngere Zielgruppe zu erreichen und vor allem die vom Konsumenten erwartete Nähe herzustellen.

 
Communities bieten zig Möglichkeiten für Hersteller ihre Marke und Produkte zu präsentieren
1. Mitgliedschaft

Eine digitale Community bietet in den meisten Fällen die Möglichkeit eine Mitgliedschaft einzugehen. Dabei wird in der digitalen Welt meist nur die Angabe einer E-Mail-Adresse und die Kreation eines Benutzernamens verlangt.

 
2. Kommentare

Damit wird man Teil der Community und kann zum Beispiel bei OUTSIDEstories User-Bewertungen kommentieren. Dies sollte man nicht nur tun, wenn eine User ein Produkt dem Sinn nach falsch bewertet hat, sondern auch wenn eine Bewertung besonders ausführlich oder besonders gut ausgefallen ist. Jedenfalls schafft man Nähe und kann somit auch eine etwas schlechter ausgefallene Bewertung in der Wahrnehmung eines User sogar ins Positive wenden.

Kommentare schaffen Authentizität und Involvement.

 
3. Multiplikatoren der Community und Innovationen sehr früh in Kontakt bringen: Influencer

Früher hat man dafür gesorgt, dass Medienvertreter sehr früh neue Produkte testen. Heute sind Influencer hinzugekommen und haben bereits den gleichen Stellenwert. Jede Community verfügt über sogenannte Multiplikatoren innerhalb der Community.

Bei OUTSIDEstories sind es die ProduktScouts, die Mitglieder des Produkttester-Teams. Sie können erstens bereits während eines Testevents über Facebook oder Instagram über die neuen Produkte berichten. Und zweitens, überlässt man ihnen die Testprodukte für einen Testzeitraum von 6 Wochen, kann deren authentische und ausführliche Bewertung bereits sehr früh in der Verkaufssaison online sein und Konsumenten in der Kaufentscheidungsphase positiv beeinflussen.

Die Leidenschaft zu einer Sache schweißt die Community zusammen.

 
4. Die Glaubwürdigkeit einer Community nutzen

Konsumenten informieren sich heutzutage im Internet, bevor sie ein Produkt – oft sogar direkt im Anschluss online – kaufen. Diesen Umstand kann man sich als Hersteller zunutze machen, indem man seinen Konsumenten hilfreiche Kaufberatungen online anbietet. Das können zum Beispiel Artikel oder Videos sein. Je authentischer das Umfeld ist, wo der Konsument diese Kaufberatung findet, desto glaubwürdiger sind die Informationen.

OUTSIDEstories bietet deshalb Herstellern die Möglichkeit sogenannte Content-Kampagnen zu buchen. Das ist nichts anderes als eine Kaufberatung, die anhand der gebotenen Produktfeatures das entsprechende Produkt empfiehlt. Durch die Verlinkung vom Artikel auf die User-Bewertungen, wird der Konsument bestärkt, das beworbene Produkt zu kaufen. Der Sofort-Kauf wird bei OUTSIDEstories durch den in der User-Bewertung vorhandenen Preisvergleich mit Shop-Link unterstützt.

So einmalig: User-generierte Bewertungen in der größten Product-Experience-Plattform Europas.

Ein verbundenes Gewinnspiel sorgt zusätzlich noch für Involvement der User, denn durch die Beantwortung einer Frage, findet eine Auseinandersetzung mit der Marke und/oder dem Produkt statt. Das Involvement bei Content-Kampagnen ist überdurchschnittlich hoch. Die Erfahrung zeigt, dass bei Gewinnspielen zirka 25% der Leser teilnehmen, ein Teil davon im Zuge des Gewinnspiels sogar den Newsletter des Herstellers abonnieren. 

Ein weiterer Vorteil: Content-Kampagnen können bis ins Detail ausgewertet werden.

Die Kosten belaufen sich zwischen 30 und 52 Cent pro User, abhängig vom eingesetzten Budget. Die entsprechende Reichweite ist garantiert. Mehr Informationen dazu können Sie hier anfordern.

 
5. Als Marke in Verbindung mit Communities auftreten

Viele digitale Communities veranstalten von Zeit zu Zeit echte Events. Sozusagen die Community zum Anfassen. Hersteller können dafür sorgen, dass sie in diesem Rahmen wahrnehmbar sind. Automatisch positionieren sich diese Marken mitten in der Zielgruppe. OUTSIDEstories bietet hierfür das jährlich stattfindende ProduktScout Testival. Während des Events treffen sich die Produkt-Tester der Community, um sich auszutauschen und vor allem die Emotionen zu leben, die alle Community Mitglieder so lieben.

 
6. Opinion Leader, z.B. gesponserte Athleten animieren auch Mitglied einer Community zu werden

Wer kennt Ihr Produkt besser als gesponserte Opinion Leader oder Athleten. Sie sind prädestiniert dafür Bewertungen über Innovationen von Sportartikeln zu schreiben. Zudem genießen Sie ein hohes Ansehen und Glaubwürdigkeit bei Konsumenten. Binden Sie Bewertungen auf OUTSIDEstories in die Sponsoring Vereinbarungen ein. Damit erhalten Sie glaubwürdigen user-generated Content.

 

Conclusio für Ihre Kommunikationsstrategie

Am Beispiel der Outdoor-Community OUTSIDEstories zeigt sich, dass die Integration von digitalen Communities in die Kommunikationsstrategie ein essentielles Tool im Marketing-Mix ist. Im Vergleich zu klassischer Werbung ist es effektiv und direkt verkaufsorientiert, garantiert die Erreichung einer jungen, kaufffreudigen Zielgruppe und bietet darüber hinaus eine attraktive Kostenstruktur innerhalb der möglichen kommunikativen Maßnahmen.

Die Crowd weiß immer mehr als jeder Einzelne.

Digitale Communities sind so erfolgreich, weil die Zugehörigkeit zu einer digitalen Community aufgrund der digitalen Entwicklung von Social Media einfacher und selbstverständlicher wurde. Die Chance für Unternehmen: Obwohl die Menschen in der Regel ihre echte Gemeinschaftshilfe von ihrer Familie und ihren Freunden erhalten, können Unternehmen ein Teil dieser Communities werden, indem sie aktiv an den Gemeinschaften ihrer Kunden teilnehmen. Und nichts anderes beschreibt der Begriff des Community-Marketings.


Neugierig? Sie wollen eastside näher kennen lernen. Fon 089-230 991 10 oder PN an k.schmid@eastside-story.de oder s.messner@eastside-story.de



Fotos: unsplash.com; Fotolia

Kennzeichungspflicht von Blog- und anderen Beiträgen

Deshalb wird ein Influencer zum Schleichwerber

Ob und wie ein Beitrag eines Influencers in sozialen Medien gekennzeichnet werden muss, ist tatsächlich nicht allen klar und bewegt sich in manchen Fällen auch im rechtlich grauen Bereich. eastside hat Justitia eine PN geschickt und gefragt, wann und wie ein Influencer seine Beiträge zu kennzeichnen hat. 

Nicht jeder Beitrag gilt als Werbung

Ab wann gilt man als Influencer?

Was sind eigentlich Influencer? Influencer sind Personen, die die Fähigkeit besitzen potentielle Käufer in ihrer Kaufentscheidung zu beeinflussen, indem sie Empfehlungen in den sozialen Netzwerken aussprechen. In den letzten Jahren haben sich in allen möglichen Bereichen derartige Spezialisten herauskristallisiert, die nicht nur ihr Genre, sondern auch das Bespielen der sozialen Netzwerke in Perfektion beherrschen. Vor allem wissen sie wie ihre Follower „ticken“, kennen ihre „Sprache“ und wissen exakt welche Message bei ihnen ankommt.

Dabei ist es letztendlich unerheblich ob es sich um Nano-, Micro-, Macro- oder Mega-Influencer handelt oder auf welchem Kanal – sei es Facebook, Snapchat, Instagram, Pinterest, Youtube oder ein anderes Netzwerk – sie agieren, entscheidend ist, dass Influencer als Meinungsbildner extrem zur Glaubwürdigkeit und Aufmerksamkeit einer Marke beitragen können.

Selbst „kleine“ Influencer haben starken Einfluss auf ihre Followerschaft

Dass Mega-Influencer wie bekannte Showstars oder Schauspieler wegen ihrer Popularität und ihres Einflusses von der Industrie als Testimonials eingesetzt werden ist nicht neu. Neu ist hingegen, dass heute im Prinzip jeder zum Influencer werden kann – man muss keine Berühmtheit sein, man muss etwas zu sagen haben und seine Follower erreichen. Das können quasi einzelne „Unterhaltungskanäle“ sein, aber auch substantielle Produktbewertungen wie man sie zum Beispiel auf dem auf dem Product-Experience-Portal OUTSIDEstories findet. Das hat durchaus seinen Grund, denn diese können die Kaufwahrscheinlichkeit im Online-Retail um bis zu 186 Prozent erhöhen können, wie die Fachzeitschrift Absatzwirtschaft schon vor einiger Zeit manifestiert hat.

Zwischen erlaubt und nicht erlaubt ist ein schmaler Grat

Viele Brands haben das Potential der Influencer erkannt und sprechen diese gezielt als Werbebotschafter und Meinungsbildner an. Kaum ein Blogbetreiber, Youtuber oder Instagrammer mit entsprechender Reichweite und Einfluss, der nicht mit Produkten ausgestattet wird oder sogar Geld für seine Beiträge bekommt.

Und hier wird der Grat zwischen Werbung und Schleichwerbung immer schmaler.

Sind Influencer mit einem Bein im Gefängnis?

Nun, hinter schwedische Gardinen wird wahrscheinlich keiner gesteckt, aber empfindliche Geldbußen können durchaus zur Debatte stehen. Grundsätzlich gilt in Deutschland, dass gesponsorte Beiträge eindeutig zu kennzeichnen sind! Es darf nicht verschleiert und verschwurbelt werden. Verantwortlich dafür ist das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und das Telemediengesetz (TMG).
By the way straft die Internetgemeinde solche Verstöße auch gleich mit einer Menge Dislikes oder einem Shitstorm ab, sollte das ans Tageslicht kommen.

Sobald Geld fließt ist zu kennzeichnen.

Ab wann gilt die Kennzeichnungspflicht für Influencer?

Als Richtlinie kann man kann diese vier Merkmale zur Kennzeichnungspflicht heranziehen:

  1. Privates Produkt. Selber gekauft, aus eigener Tasche bezahlt: Freie Fahrt, es besteht normalerweise keine Kennzeichnungspflicht für private Accounts.*
  2. Kostenlose Zusendung eines Produkts. Hier unterscheidet man vor allem, ob man vom Verfasser eine positive Bewertung erwartet oder ob er seine eigene Meinung frei und unbeeinflusst äußern darf. Freie Meinungsäußerung bedeutet daher: In der Regel keine Kennzeichnungspflicht. Erwartete oder abgesprochene Bewertung: Der Beitrag muss als Werbung gekennzeichnet werden.
  3. Finanzielle Gegenleistung. Ganz einfach: Cash heißt Kennzeichnung.
  4. Sichtbarkeit der Platzierung: Die Kennzeichnung muss am Anfang des Artikels erkennbar sein, sie darf nicht versteckt sein.

Der Teufel steckt aber wie immer im Detail. Dieser Beitrag ist daher nicht als juristischer Freifahrtschein, sondern lediglich als Anhaltspunkt zu verstehen. Im Zweifel helfen Seiten wie die Urheberrechtseite weiter oder man wendet sich an eine Rechtsberatung.

* Jetzt wird´s juristisch: Es kommt natürlich darauf an, was ein „privater Account“ ist. Im Fall von Cathy Hummels, der Ehefrau von Fußballer Mats Hummels, etwa argumentieren die Richter, dass ihr Account mit über 450.000 Followern gar nicht privat sein kann und daher auf jeden Fall kommerziell ist. Es gilt daher Kennzeichnungspflicht für alle Posts.

Zusatz: am 29. April 2019 fällt das Landgericht München das Urteil: Cathy Hummels macht keine Schleichwerbung auf ihrem Instagram-Account. Zum Beitrag.

Alle Fotos: unsplash.com/Thanks a lot guys