PR-Texte sind Porno

Sehen Sie! Sie haben sich verführen lassen weiterzulesen! Und das in nur 0,8 Sekunden. Denn viel mehr Zeit hatte die Headline nicht Ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen und Sie zum Lesen dieses Vorspanns zu animieren. Gleich zur Sache kommen, ohne große Umschweife, so dass jeder Journalist sofort versteht um welchen Inhalt es sich in einem Text handelt. In dieser Hinsicht muss ein Pressetext ein klein wenig unanständig sein – das hat er mit Pornografie gemeinsam.

Mit nur wenigen knackigen Worten muss der Pressetext also die Katze gleich aus dem Sack lassen. Das unterscheidet diese Form von Texten auch von anderen Stilformen des Schreibens. Ein klassischer Spannungsbogen, der erst am Schluss eine eingangs gestellte Frage auflöst, ist hier fehl am Platz.

Henri Nannen, der langjährige Stern-Chefredakteur und Herausgeber wie auch Namenspatron der gleichnamigen renommierten Journalismus-Schule, nannte dieses Phänomen den „Küchenzuruf“. Der entspricht zwar nicht mehr den heutigen Werten des familiären Zusammenlebens, sollte aber die Frage beantworten, wenn der Mann abends nach Hause kommt und seine Frau aus der Küche fragt: „Schatz, was war heute los?“  Nun musste er ihr direkt ohne viel ausschmückende Worte klar und deutlich sagen, was heute wirklich bestimmend an diesem Tag war. Und sie wird nur dann aus der Küche kommen und fragen: “Wirklich, erzähl doch mal …“, wenn die Schlagzeile des Tages sie neugierig macht und sie mehr wissen will.

Ähnlich geht es den Journalisten, die jeden Tag mit einem Information-Overkill zu kämpfen haben. Da liegt es nur nahe, dass alles, das ihnen nicht via Headline unmittelbar ins Auge sticht sofort im digitalen wie realen Mülleimer landet. Es ist also kein großes Geheimnis worauf es ankommt, wenn man wahrgenommen werden will: eine knackige Überschrift ist der erste Schritt.

Doch es ist immer wieder eine Freude zu beobachten, wie manche Kollegen ihre Chancen beachtet zu werden schon im Vorfeld selbst demontieren. Da reihen sich Belanglosigkeiten an Dummheiten: Hier ein paar Beispiele, die ich aus dem elektronischen Pressefach einer großen Messe gefischt habe: „Viele neue Ideen“ – aha, danke für die großartige Information. Oder die wahrlich sehr ausdrucksstarke Headline „Pressemitteilung“ sorgt sicherlich für Furore in jeder Redaktion.

Ein gute Übung zur Formulierung sind übrigens einzeilige Email-Betreffzeilen oder etwa elektronische Pressefächer selbst, denn sie bieten nur einen sehr eingeschränkten Raum, um sich zu artikulieren. Meines Erachtens aber sind das die besten Lehrmeister, denn sie kennen keine Nachsicht bei der Textlänge und zwingen sich kurz zu halten.

Animiert eine gute Überschrift jedoch wieder erwarten zum Weiterlesen, kommen nun die berühmten sechs W’s im Vorspann zum Einsatz: Wer, Wo, Wann, Was, Wie, Warum.  Die müssen nicht sklavisch beantwortet werden, aber sie haben die Aufgabe dem Journalisten alle wesentlichen Fakten kurz zu skizzieren. Twitter-Tweets sind meines Erachtens die derzeitige Krönung zur Übung für diesen Fall, denn hier tummeln sich wahre Meister der 160-Anschläge-Kommunikation. Kurz, knackig, informativ und gleich eingängig verständlich. Denn wer es nicht versteht richtig zu zwitschern wird vom virtuellen Feld gejagt.

Also fassen wir nochmal zusammen: eine Headline, die „anmacht“, ein Anlauftext, der gleich zur Sache kommt und keine Fragen offen lässt und einen Haupttext, der in die Tiefe geht und alle Fakten klärt. Das mag unanständig sein, ist aber effektiv.

PR-Texte müssen schmecken
PR-Texte müssen dem Redakteur „schmecken“ – aber dieser Text hier hat es wohl nicht in die engere Auswahl geschafft. Foto: unsplash.com

Blogbeitrag: eastside communications

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Diese entscheidenden Vorteile bietet ein Unternehmensblog

Die direkte Kommunikation mit dem Kunden, Businesspartnernen und potentiellen Bewerbern verschafft eine ganze Reihe von Wettbewerbsvorteilen.

Egal, ob ein Unternehmen sich oder seine Produkte vorstellen, neue Arbeitskräfte anwerben oder zu einem Thema Stellung beziehen möchte – ein Unternehmensblog ist das ideale Tool hierfür.

Im Marketing-Mix übernimmt der Blog sehr spezifische Aufgaben.

Er ist die Pinnwand, auf der das Unternehmen seine Neuigkeiten unverstellt und ungefiltert verbreiten kann. Jedes auf dem Markt erfolgreiche Produkt oder jede Dienstleistung hat eine ausreichend große Zielgruppe, die sich für ausführlichere und tiefergehende Informationen zum Thema interessiert. Wichtig ist nur, wie diese Informationen vermittelt werden.

Der Unternehmensblog erreicht als digitale Pinnwand gezielt seine Zielgruppe

Wer heute regelmäßig im Internet surft, ist an jede Art von Werbung gewöhnt. Es gibt die eindeutigen, aber nervigen Werbebanner und Pop-up-Ads ebenso wie etwa „Sponsored by“-Beiträge.

Ein paar Grundregeln beachtet, und der Unternehmensblog wird zum erfolgreichen Tool

Beim Unternehmensblog ist es wichtig, nicht als stumpfer Werbekanal zu erscheinen, sondern dem Leser wirklich nützliche Informationen zu geben. Subtil eingestreute Hinweise auf die eigenen Produkte nimmt der heutige Online-User in Kauf. Er rechnet damit und betrachtet sie meist als Mehrwert, solange der Eindruck überwiegt, dass er objektiv und umfassend informiert wird.

Ein Unternehmen, dass ihm so hilfreich gewünschtes Wissen vermittelt, zeigt seine Kompetenz. Dass es diese Kompetenz ohne Gegenleistung teilt, stärkt die Bindung des Lesers an die Informationsquelle. Mit der Zeit wächst das Vertrauen in den Absender.

Die Leser werden zum Blog geführt und bleiben, weil sie interessante Informationen erhalten. Kompetenz und Vertrauen werden vermittelt

So finden die Leser Ihren Unternehmensblog

Ganz von allein kommen leider kaum Leser auf ihren Blog. Es gilt also einige Maßnahmen zu ergreifen, aktiver und passiver Art, um die Aufmerksamkeit auf den Inhalt zu lenken.

Aktiv streuen: Ein Unternehmensblog bereitet nicht nur für Leser, die schon zur Website gefunden haben, interessante Informationen auf. Die einzelnen Blog-Posts sind hervorragender Content für Social-Media-Kampagnen, Newsletter oder etwa Content-Seeding. Online streuen bringen so neue Leser – und Kunden – zum Unternehmensblog.

Agenda-Setting: Spannende Postings auf den eigenen Social-Media-Kanälen, die breit in der gewünschten Zielgruppe gestreut werden, locken neue Leser zum verlinkten Blog-Post. In Verbindung mit dem gezielten Ausspielen eines oder mehrerer Blog-Posts lassen sich Themen kompetent und langfristig besetzen.

Die Themen können vielfältig gewählt werden, zum Beispiel auch zum Recruiting von neuen Arbeitskräften. Ein mittel- und langfristig unschätzbarer Wettbewerbsvorteil und by the way heutzutage ein Muss jeder Personalabteilung.

Optimierung im Hintergrund: Es ist eine Wissenschaft für sich, aber sie ist durchaus effizient: Die Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO. Bereits vor dem Schreiben gilt es, die richtigen Keywords zu identifizieren, die von ihrer gewünschten Zielgruppe im Netz regelmäßig gesucht werden. Zahlreiche Tools können dabei helfen.

Durch Suchmaschinenoptimierung findet die Zielgruppe den Blog über die richtigen Keywords

Chance für Nischenthemen: Ein Unternehmensblog kann sehr speziell sein

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, welche Wirkung ein zielgruppenexakter Blog erzielt. Für unseren Kunden W+R, einem führenden Hersteller von Arbeitsschutzhandschuhen für alle Einsatzbereiche, hat eastside communications eine Content-Strategie mit einem eigenen Unternehmensblog entwickelt und umgesetzt.

Der Mehrwert für W+R besteht in einer Kompetenzführerschaft und darin, beruflich Interessierte zu sammeln, die sich gerne über neue Produkte und Entwicklungen informieren lassen. Die Herausforderung dabei ist es, die einzigartigen Needs der Kunden zu bestimmen und deren „Sprache“ zu sprechen. Hier ist es konkret der Blog „Handschutz-Experten“, den wir für die sehr speziellen Anforderungen des Kunden initiiert und entwickelt haben und mit dem er seine Kompetenz in diesem Bereich unterstreicht.

Die Blog-Posts zu den einzelnen Produkt- und Themenbereichen sind zudem dabei so konzipiert, dass sie sich ohne Aufwand zu Whitepapers (Ratgeber zum Download) zusammenfassen lassen. Über Content-Seeding und Social-Media-Platzierung werden Interessenten auf das Whitepaper aufmerksam gemacht und können es herunterladen.

Mit zusätzlichen Möglichkeiten lassen sich zudem etwa E-Mail-Adressen generieren, deren Empfänger sich – bei Zustimmung – zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Newsletter zum Thema beschicken lassen können.

Kompetenz demonstrieren und Kunden gewinnen – der Unternehmensblog „Handschutz-Experten“ von W+R

Fazit: Der Unternehmensblog ist ein hocheffizientes Marketing-Tool

Mit diesem Channel hat das Unternehmen ein hervorragendes Kommunikations-Tool in der Hand, das es selbst nach eigenen Wünschen bespielen und bewerben kann. Gleichzeitig gewinnt W+R als kompetente Informationsquelle an Glaubwürdigkeit und Ansehen – und letztlich an Kunden.

Blogbeitrag: eastside communications

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Mehr zum Thema Inbound-Marketing finden Sie auf unseren weiteren Blog-Beiträgen.

Neue eastside-Website: „Kommunikation ist Content Marketing“

Unsere neue Website, vor wenigen Wochen live geschaltet, ist Ausdruck unseres neuen Verständnisses der Kommunikationsarbeit. Content Marketing heißt: Inhalte über eine Vielzahl von Kommunikationskanälen zu streuen, um Menschen nachhaltig zu erreichen. Dabei kommen neben klassischen Kommunikations-Tools moderne digitale Kanäle zum Einsatz.

Als Agentur mit klassischem Public-Relations-Hintergrund haben wir in mehr als 20 Jahren vor allem eines gelernt: Wie man Inhalte produziert, Stories schreibt und erfolgreich transportiert. Die in den letzten Jahren neu entstandenen Kommunikationsdisziplinen haben unsere Kommunikationsarbeit komplett neu definiert und eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten geschaffen. Wir liefern Ihnen die 3 wichtigsten Gründe warum Content Marketing auch für Ihr Unternehmen oder Ihre Marke der richtige Weg ist. Hier nachlesen.

 4 Felder veranschaulichen die verschiedenen zu bedienenden Kommunikationskanäle

„Owned Content“ hat den ganz großen Vorteil, dass der Inhalt vom Kommunikator selbst kommt und sich daher auch hundertprozentig kontrollieren lässt. Der hohe Kontrollgrad geht allerdings zu Lasten der Reichweite und der Akzeptanz. Die Glaubwürdigkeit ist im  Allgemeinen niedrig – jedenfalls geringer als etwa bei redaktionellen Beiträgen. Dennoch sind Unternehmens-Websites (z.B. von Automobil- oder Outdoorherstellern u.v.a.) extrem wichtige Erst-Informationsquellen im Kaufentscheidungsprozess. Neben der rein technischen Umsetzung spielen daher Suchmaschinenoptimierung (SEO) und professionelles Inbound Marketing (d.h. wie man User auf den eigenen Content bekommt) ein große Rolle.

„Paid Content“ bedeutet in erster Linie volle Kontrolle über die Reichweite. Sie ist eine Frage der gekauften Werbeplatzierungen und des eingesetzten Budgets. Die Inhalte sind im Rahmen der Werbemaßnahmen kontrollierbar, wenn auch in der Aussagekraft deutlich reduzierter. Die Nachteile sind ganz klar: die Höhe des Budgets wie auch die geringe Akzeptanz und Glaubwürdigkeit des Contents.

„Earned Content“ müssen sich Unternehmen „verdienen“. Der Content wird von Redakteuren und – immer häufiger – Influencern gestaltet. Über diese Multiplikatoren erreicht man in der Regel eine relativ hohe Reichweite und vor allem die richtige Zielgruppe. Weitere Vorteile: hohe Glaubwürdigkeit und Akzeptanz. Nachteil: Es gibt kaum Kontrollmöglichkeiten bei der Umsetzung der Inhalte. Die „Kontrolle“ und damit Qualität der Arbeit fokussiert sich auf die von der PR-Agentur oder -Abteilung in Bild und Text entsprechend auf- und vorbereiteten Inhalte wie auch auf die Ansprache der richtigen Redakteure und Influencer.  Es gilt das Credo: Je besser die Vorarbeit, desto besser die Umsetzung des Content.

„Shared Content“ sind die Inhalte, die von Usern in deren sozialen Netzwerken geteilt und kommentiert werden. Der Vorteil dabei ist die extreme hohe Glaubwürdigkeit der digitalen „Mund-zu-Mund“-Propaganda. Gleichzeitig lassen sich diese Vorgänge quasi nicht mehr kontrollieren, allenfalls moderieren. Die Einflussmöglichkeiten konzentrieren sich hier auf die Schaffung von Informationsquellen (z.B. umfangreiche Unternehmenswebsits) und -Material (etwa Bild und Filmbeiträge) auf die als Sekundärquelle zugegriffen werden kann.

Content Marketing findet in allen klassischen und digitalen Kommunikationskanälen statt

 eastside begreift Kommunikationsarbeit als Content Marketing

Welche der oben genannten Kommunikationskanäle (die selbstverständlich hier nicht vollständig dargestellt sein können) für die jeweilige Content Marketing-Strategie am besten ist, lässt sich an dieser Stelle nicht pauschal beantworten. Es gilt alle Kriterien mit einer intelligenten Strategie in Einklang zu bringen. Dazu gehören das Produkt oder die Dienstleistung, die es zu promoten gilt, die zu erreichenden Kommunikationsziele, das zur Verfügung stehende Budget, die technischen und menschlichen Ressourcen, die Firmenphilosophie und zu guter Letzt auch die Skills der gewählten Agentur.

Eigene Projekte als Playground für Methoden und Maßnahmen

Um unseren Kunden die beste Beratung in Sachen Content Marketing zu bieten, haben wir eigene Projekte wie etwa die OUTSIDEstoriesPlattform ins Leben gerufen. Im Kern ist dies eine Product-Experience-Plattform für Outdoorprodukte und heute eine quirlige Community, die  wir mit der gesamten Content-Marketing-Klaviatur bespielen. Der Erfahrungsschatz daraus kommt unseren Kunden zugute.

Auf diesem eigenen „Playground“ haben wir gelernt, worauf es beim Content Marketing (oder auch Inbound Marketing genannt) wirklich ankommt und für welche Zielgruppen, welche Kanäle funktionieren. Unsere Kunden profitieren von unserer fundierten Wissensbasis zu diesem komplexen Thema. Das sind vielseitige Erfahrungen, die Gesetzmäßigkeiten der jeweiligen Kommunikationskanäle. Damit setzen wir erfolgreiche Content-Kampagnen schnell und erfolgreich auf- und um. Wie Content bzw. Inbound Marketing  funktioniert verrät unserem Blog-Post „So einfach ist Inbound Marketing“.

Einblick in die unterschiedlichsten eastside-Projekte, drauf klicken und mehr erfahren

So einfach ist Inbound Marketing

Die digitale Revolution bei der Kundengewinnung

Klassische Werbung greift nicht mehr, sie geht an uns fast spurlos vorbei. Kundengewinnung hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Ob gedruckte Anzeigen, TV-Werbung oder Online-Banner. Irgendwie nervt Werbung inzwischen. Das alte Marketing funktioniert nicht mehr. In der Markenkommunikation ist eine Revolution im Gange. Egal ob B2B oder B2C.

Dass das herkömmliche Marketing nicht mehr effektiv ist und man als Unternehmen umdenken muss beweisen folgende Tatsachen: Die Anzahl der Menschen, die sich Adblocker einrichten wird immer größer. Viele verlassen eine Internetseite auf Nimmerwiedersehen, wenn sie mit zu viel Werbung bombardiert werden. Wir hören längst Spotify oder sehen Netflix anstatt öffentlich-rechtliche oder private TV-Sender.

Die Frage ist: Wie informieren wir uns heutzutage? Wo finden wir Lösungen für unsere Probleme?

Jeder weiß es: Im Internet! Und das gilt für jeden. Egal ob Konsument oder Einkäufer in einem Unternehmen.

Die Aufgabe von Unternehmen ist es also, deren Kommunikation auf dieses veränderte Informationsverhalten einzustellen. Unter Marketing-Experten nennt man dies Content Marketing oder Inbound Marketing.

Beim Inbound Marketing greift der Suchende freiwillig nach Informationen, die ihm im Netz zur Verfügung gestellt werden

Exkurs: Was ist der Unterschied zwischen Outbound und Inbound Marketing?

Outbound bedeutet „eingehend“. Outbound Marketing kommt ungefragt und ist deshalb generell eher „unerwünscht“. D.h. traditionelle Kommunikationsmaßnahmen wie Print-Anzeigen, Fernsehwerbung, Postwurfsendungen, Radiowerbung, Plakate, etc., aber auch Online-Maßnahmen wie unspezifische Massen-E-Mails (Spam), Online-Banner sind nicht gern gesehen – sie stören.

Diese Art der Werbung bekommt immer weniger Aufmerksamkeit. Der Grund: Outbound Marketing baut auf Wahrnehmung durch Störung, einer großen Menge an Menschen (Reichweite), mit der Hoffnung, es werden schon genug Interessierte hängen bleiben. Doch wer will schon gerne gestört werden?

Verbunden mit aufwändiger Marktforschung und auffälliger Platzierung ist es durchaus möglich einen kleinen Prozentsatz an Menschen zu erreichen und das Produkt zu verkaufen. Bei einer guten Conversion Rate ist das eine erfolgreiche Vorgehensweise. Bisher. Allerdings ist diese Vorgehensweise – aufgrund moderner Technologien – immer weniger effektiv und obendrein sehr teuer.

Im Internet ist nahezu jede Art von Information auffindbar. Wir sind es immer mehr gewohnt unsere Wahrnehmung dorthin zu leiten, worin wir einen Sinn sehen. Dorthin geht unsere Aufmerksamkeit. Und deshalb schalten heute schon fast 90 Prozent der Menschen um, wenn Werbung läuft.

Genau hier liegt der Unterschied zwischen Outbound und Inbound Marketing: Heute geht es darum, persönliche und relevante Informationen bereit zu stellen. Die technischen Voraussetzungen im Internet ermöglichen es, mit unzähligen Kunden zielgerichtet und individuell in Kontakt zu treten.

Was steckt hinter Inbound Marketing?

Die Basis von Inbound Marketing ist, dem Kunden aktiv zu helfen das richtige Produkt zu kaufen und auch umgekehrt, der Kunde hilft dem Werbetreibenden zu verkaufen.

Die neuen Technologien ermöglichen den Dialog zwischen Unternehmen und Käufer, online und direkt. Ohne Werbemedium dazwischen. Ähnlich dem Word-of-Mouth-Prinzip. Die Wahrnehmung geschieht freiwillig, weil der Käufer die gestellte Information als hilfreich empfindet und gerne konsumiert bzw. sogar auf der Suche danach ist.

Alles, was ein Unternehmen tun muss, ist hilfreiche Inhalte bereitzustellen (Wissen und Information). Damit erreicht man die gewünschte Interaktion (am Ende den Kauf). Das verstehen wir unter modernem Marketing.

Übersetzt heißt das für die Website eines Unternehmens: die Seite muss dynamisch wachsen. Das Wachstum sind die auf Ihre verschiedene Zielgruppen möglichst präzise abgestimmten hilfreichen Inhalte (stetig sich verändernd, wachsend, im Gegensatz zur statischen, einmal erstellten Website). Diese Inhalte (z.B. Blog Posts) müssen so aufgebaut sein, dass sie – zufälligerweise – die Produkte ihres Unternehmens als die Lösung der aufgezeigten Probleme anbieten.

Das macht Inbound Marketing anders

Anstatt eine Message (kostenintensiv) nach außen zu pressen, ist nun das Ziel, die Kunden auf der Basis ihrer Bedürfnisse und hilfreichen Inhalten (Blog Posts), unter Zuhilfenahme der Suchmaschine (SEO) und Einsatz von geeigneten Sozialen Netzwerken (Xing/LinkedIn/Facebook usw.) anzuziehen (freiwillig und offen für Information). Man spricht auch von Erlaubnis basiertem Marketing oder Pull Marketing.

Unterschied Inbound – Outbound Marketing. Grafik: eastside communications

3 wichtige Voraussetzungen für Inbound Marketing:

  1. Die Erlaubnis haben mit der Zielgruppe zu kommunizieren
    2. Die Zielgruppe genau kennen und die Fragen beantworten, die sich ein potenzieller Kunde stellt
    3. Diese Antworten verbreiten, so dass sie (im Internet) gefunden werden

Gefunden werden heißt: Die Kunden kommen freiwillig, anstatt mühsam mit teuren Werbemaßnahmen um ihre Aufmerksamkeit zu buhlen.

Sie fragen sich jetzt sicher: Wie wird mein Unternehmen, werden meine Informationen und meine Produkte gefunden?

Inbound Marketing baut auf hochwertige bzw. hilfreiche Inhalte, die ein Problem meiner Zielgruppe lösen. Das erste To-Do ist also zunächst: hochwertige Inhalte zu erstellen, die speziell auf einen klar zu definierenden Kundenkreis zugeschnitten sind. Sie ziehen den Kunden förmlich an. Er kommt aus freien Stücken zu Ihnen. Sie verdienen sich die Aufmerksamkeit Ihres Kunden. Das ist anfänglich zeitaufwändig. Langfristig jedoch wesentlich günstiger und effizienter als klassische Werbemaßnahmen.

Die To-Dos im Zeitablauf

Step 1: Magnetfunktion

Darauf kommt es an: Die richtigen Kunden anziehen. Also nur die potenziellen Käufer.
Das bedeutet problemlösungsorientierte, hilfreiche Inhalte erstellen und kostenlos auf Ihrer Website, idealerweise Ihrem Blog zur Verfügung stellen.
Um nun die richtigen User zu Ihrem Inhalt zu lenken gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Themen wie Influencer, Gastbeiträge, SEO, Suchmaschine, Soziale Netzwerke oder Content Seeding und virale Verbreitung sind hier relevante Themen. Damit erreicht man sehr schnell eine definierte Zielgruppe.

Step 2: Konvertieren

Konvertieren heißt im Online-Chargon den Besucher (User) Ihrer Website zu einem Lead umzuwandeln. User sind schnell wieder weg. Deshalb brauchen Sie die Erlaubnis den User erneut zu kontaktieren. Das heißt soviel, wie der User soll seine E-Mail Adresse zur Verfügung stellen – freiwillig! Das nennt man dann die Conversion.
Das funktioniert am besten, wenn Sie ihm eine Gegenleistung für diese wertvollen Daten anbieten. Diese Gegenleistung platziert man am einfachsten auf sogenannten Landing Pages. Das wäre dann z.B. eine kostenlose digitale Broschüre (Ratgeber) oder das Abonnement Ihres Newsletters.

Step 3: Abschluss

Der User wurde zum Lead. Jetzt können Sie mit Ihm in einen Dialog treten. Ähnlich einem Vertriebsgespräch. Jetzt soll er kaufen, also Kunde werden. Sie müssen ihn von Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung überzeugen. Dafür gibt es das Email-Marketing.
Diese Technik bietet vielerlei Möglichkeiten und sogar Automatisierung an: entweder man arbeitet mit Autoresponder oder man versendet bestimmt Emails aufgrund bestimmter Verhaltensweisen der User (Klicks auf Buttons, Setzen von Häkchen, Terminierung von E-Mail-Serien in einem bestimmten Zeitablauf) – ganz ohne zeitlichem Aufwand, aufgrund der Automatisierung, wenn einmal eingerichtet.
Nachdem ein User zum Kunden wurde, sollte sich in gut funktionierendes Customer Relation Management um ihn kümmern.

Step 4: Halten über Emotion

Nach dem Kauf ist vor dem Kauf. Es gilt: dranbleiben und begeistern. Das Customer Relation Management ist gefragt.
Kontakt schafft Sympathie. Also liefern Sie dem Kunden weiterhin und regelmäßig kostenlose Inhalte, die ihm Mehrwert bringen. Gekrönt von m i-Tüpfelchen der Personalisierung.
Der User freut sich wenn er sich einbringen kann. Dazu dienen Umfragen, die zudem qualitatives Feedback für Sie bedeuten, um Marktforschung zu betreiben. Auch hier kann Automatisierung Ihr Zeitbudget und Ihren Geldbeutel schonen.

Und ganz nebenbei wird Ihr Kunde so zu Ihrem Promoter, der als Botschafter Ihrer Marke/Ihres Produkts fungiert und zum Wiederholungskäufer wird.
So rollen Sie durch geschicktes Kombinieren von Content und Online-Technologie den roten Teppich für die Customer Journey ihrer User aus. Ihre Kunden fühlen sich wohl und Sie arbeiten effektiv.

Der Online Sales-Funnel

Im Überblick durchläuft der User beim Inbound Marketing folgende Phasen:

Online Sales-Funnel in 3 Phasen. Grafik: eastside communications

Phase 1 – Recherche:  Sie erreichen exakt die Menschen, die grundsätzlich offen sind für Lösungen für bestimmte Probleme. Der Trick: Ihre Produkte sind die Problemlösungen dafür. Allerdings: Sie sind noch nicht bereit für den Kauf.

Phase 2 – Interesse: Die User suchen inzwischen aktiv nach Lösungen für ihr Problem. Vergleichen eventuell sogar Ihre Produkte mit denen der Mitbewerber. Sie sind dankbar um jede Hilfestellung – auch in Form von Content (online). Zu diesem Zeitpunkt sind sie bereit ihre Kontaktdaten zu hinterlassen.

Phase 3 – Kaufbereitschaft: Aufgrund von gut gemachtem und echt hilfreichem Content (Informationen über das Produkt etc.) kann er eine echte Kaufentscheidung treffen oder in Verhandlungen treten.
So stellt sich eine komfortable Customer Journey dar. Vorteil für den Vertrieb: uninteressante User werden automatisch herausgefiltert. Die potentiellen Kunden bleiben. Sie als Anbieter werden vom User mehr und mehr als kompetenter und hilfsbereiter Partner wahrgenommen, zur Lösung seiner Probleme.

Zusammenfassung

Das Internet revolutioniert alle Lebens- und Arbeitsbereiche – auch das Marketing. Das heißt Umdenken und Loslassen vieler gelernter Strukturen. Warum? Das Internet hat uns verändert. Wir suchen und finden dort alle nötigen Informationen. Deshalb funktioniert das klassische Marketing (Outbound Marketing) ja auch immer weniger.
Wir suchen selbst aus, was wir erfahren wollen. Unaufgefordertes, störendes Outbound Marketing findet keine Beachtung mehr. Inbound Marketing wird dort gehört, wo es gebraucht bzw. gesucht wird. Deshalb ist es so erfolgreich und langfristiger. Lesen Sie hier die 3 gewichtigen Gründe für Inbound Marketing.

Mit der Bereitstellung von hochwertigem Content sorgen Sie als Unternehmen selbst dafür, dass Sie bzw. Ihre Produkte gefunden werden. Ihre potenziellen Kunden kommen freiwillig zu Ihnen. Beim Inbound Marketing kann man im Vergleich zum Outbound Marketing die Aufmerksamkeit nicht mehr mieten. Wir müssen sie uns verdienen. Damit nerven wir unsere potenziellen Kunden nicht mehr, sondern wir haben die Chance sie zu begeistern.

Sie wollen mehr zum Thema Inbound Marketing wissen oder wünschen sich Unterstützung für den Start oder die Umsetzung. Buchen Sie einen unserer hilfreichen Inbound Marketing Workshops.

Gerne können Sie uns auch eine E-Mail schreiben: Inbound@eastside-story.de

Oder rufen Sie uns einfach an:

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